Wer nicht zu schnell durch Lansen fährt, oder viel­leicht zu Fuß geht, der kann an fast allen Häu­sern Holz­schil­der mit Hof­na­men finden. Diese Schil­der gehen auf die Zeit der Auf­sied­lung der Güter in Meck­len­burg in den drei­ßi­ger Jahren des 20. Jahr­hun­derts zurück. Bernd Muchow aus Lansen hat sich inten­siv damit beschäf­tigt und allen Inter­es­sier­ten neue Schil­der ange­fer­tigt.

Der Dorf­kern umfasst die Dorf­straße, die auf der West­seite noch die fast voll­stän­dige Katen­reihe aus der Jahr­hun­dert­wende auf­weist. Die Schmiede mit Gast­wirt­schaft und Saal am süd­li­chen Ende der Dorf­straße wurde 2020 bis 2022 wegen star­ker Feuch­te­schä­den sorg­fäl­tig abge­baut. Viele Bau­stoffe wurden wie­der­ver­wen­det, trotz­dem ist es sehr schade, dass dieses prä­gende Gebäude im Dorf­bild fehlt.

Auf dem Guts­hof mit denk­mal­ge­schütz­tem Ver­wal­ter­haus — ein Her­ren­haus gab es hier nie — gibt es noch den ehe­ma­li­gen Kuh­stall, der nach langem Leer­stand ab 2019 mit großem Geschick zu einem Wohn­haus und Werk­statt umge­baut wurde. Eine Scheune par­al­lel zur Wie­sen­straße fiel Anfang der neun­zi­ger Jahre einem Sturm zum Opfer und wurde dann abge­tra­gen. Die Scheune an der Hof­straße wurde 2020 zur Hälfte abge­ris­sen, auf dem Grund­stück ent­stand ein Ein­fa­mi­li­en­haus. Der ver­blie­bene Teil und auch der ehe­ma­lige Pfer­de­stall werden als Feri­en­häu­ser genutzt.